Steuernummer beantragen – alles Wichtige zusammengefasst

Dienstag, 2. Februar 2021 | 0 Kommentare

Die Steuernummer wird in Deutschland für zahlreiche Anträge und Abläufe benötigt. Viele wissen nicht, was sich dahinter verbirgt, ob sie diese Nummer haben oder wo sie zu finden ist. Wir erklären, wie man eine Steuernummer beantragen kann, wer sie benötigt und was es zu beachten gilt.

Was ist die Steuernummer?

Die Steuernummer ist eine Zahl, mit der alle Personen und Unternehmen in Deutschland eindeutig gekennzeichnet werden. Sie ist in der Regel auf allen wichtigen Dokumenten wie etwa der Steuererklärung oder Rechnungen, anzugeben. Auf diese Weise kann das Finanzamt verschiedene Abläufe einer bestimmten Person zuordnen und Verwechslungen vermeiden. Eine Steuernummer ist gerade für Selbstständige, Freiberufler und Unternehmen unabdingbar. Sie wird unter anderem dafür benötigt, Rechnungen auszustellen.

Was ist der Unterschied zwischen der Steuernummer und der Steueridentifikationsnummer?

Die Steuernummer kann sich ändern, etwa bei einem Umzug, einer Heirat oder im Rahmen einer Existenzgründung. Die Steueridentifikationsnummer bleibt hingegen gleich. Diese führt in Deutschland jede Privatperson ihr ganzes Leben lang. Sie wurde im Jahre 2007 eingeführt und wird seitdem direkt im Anschluss an die Geburt vergeben. Vorausgesetzt für die Zuweisung ist allerdings ein deutscher Wohnsitz. Wird dieser beispielsweise für einen Auslandsaufenthalt aufgehoben, erfolgt eine Stilllegung.

Zieht eine Privatperson wieder nach Deutschland, dann bekommt er dieselbe Nummer zugewiesen. Eine Heirat oder ein Wechsel des zuständigen Finanzamtes haben keine Auswirkungen. Auf diese Weise erhält jede Person nur eine einzige Steuer-ID, was den Behörden eine genaue Zuordnung ermöglicht. Die Nummer setzt sich aus elf Ziffern zusammen und ist damit kürzer als die Steuernummer. Die Steuer-ID wird dann gelöscht, wenn sie nicht mehr benötigt wird. Dies ist spätestens zwanzig Jahre nach dem Tod des Inhabers der Fall.

Wie wird die Steuernummer beantragt?

Die Steuernummer kann online mit einem Formular bei dem zuständigen Finanzamt beantragt werden. Gewerbetreibende müssen sie normalerweise nicht aktiv anfordern – und zwar unabhängig davon, ob es sich um Selbstständige oder um Freiberufler handelt: Im Anschluss an die Anmeldung eines Gewerbes teilt das Finanzamt die Steuernummer dem Inhaber automatisch mit.

Wurde die Steuernummer online beantragt, sendet das Finanzamt dem Antragsteller einen Fragebogen per Post zu. In diesem “Fragebogen zur steuerlichen Erfassung” ist anzugeben, welcher Umsatz und welcher Gewinn erwartet wird. Nach Versand des ausgefüllten Fragebogens dauert es in der Regel zwei bis sechs Wochen, bis das Finanzamt die Steuernummer zuteilt. Wichtig ist, dass der Fragebogen vollständig ausgefüllt und vor allem unterschrieben wurde.  Wird die Unterschrift vergessen, verzögert dies den Vorgang nur unnötig.

Alternativ lässt sich die Steuernummer über Elster online beantragen. 

Wie lässt sich die Steuernummer herausfinden?

Es gibt verschiedene Wege, die Steuernummer zu ermitteln: Die Steuernummer steht unter anderem oben rechts auf dem Einkommenssteuerbescheid. Sie besteht in Deutschland aus dreizehn Ziffern, von denen die ersten vier das Bundesfinanzamt ausweisen. Liegt der Einkommenssteuerbescheid nicht vor, kann die Nummer auch durch einen Anruf bei dem Finanzamt erfragt werden. Eine Steuererklärung kann schließlich ganz ohne die Angabe einer Steuernummer angefertigt werden. Das Bundesfinanzamt weist in dem Fall dem Verfasser der Erklärung bei ihrem Erhalt eine Nummer zu.

Wer benötigt eine Steuernummer?

Es benötigt jeder eine Steuernummer, der eine Steuererklärung, eine Rechnung oder ein ähnliches Dokument erstellen möchte. Weiterhin muss jeder Arbeitgeber die Steuernummern seiner Angestellten kennen, da er nur so die Lohnsteuer für seinen Arbeitnehmer abführen kann. Die Steuernummer steht daher in der oberen rechten Ecke der Lohnsteuerkarte. Eine Ausnahme bilden hier Jobs, in denen nicht mehr als 450 Euro verdient wird: Für dieses Gehalt ist keine Steuer abzuführen, weshalb es keiner Steuernummer bedarf.

Selbstständige müssen hingegen in der Regel Steuern zahlen und benötigen daher diese Nummer. Oft fragen auch Banken nach der Steuernummer des Kontoinhabers. Dies geschieht zum Beispiel in den Fällen, in denen sie Auskünfte über die Einhaltung der Grenzen von Freistellungsaufträgen erteilen müssen. Eltern benötigen weiterhin die Steuernummer von sich und ihren Kindern, um Kindergeld beantragen zu können. Dies soll verhindern, dass es zu einer doppelten Auszahlung kommt.

Die Steuernummer für Gewerbetreibende

Existenzgründer sollten vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit eine Steuernummer beantragen. Dies geschieht bei dem zuständigen Finanzamt. Welches Finanzamt dies ist, richtet sich nach dem Sitz des Unternehmens. Auch hier ist vor dem Erhalt der Nummer ein Fragebogen auszufüllen, der Ausschluss über den Umfang des geplanten Unternehmens und des erwarteten Gewinns geben soll.

Gerade bei neuen Existenzgründern werfen diese Angaben viele Fragen auf. Falsche Informationen können sowohl in die eine als auch die andere Richtung mit Folgen verbunden sein. Daher lohnt es sich, einen Steuerberater heranzuziehen und mit ihm die einzelnen Angaben Schritt für Schritt durchzugehen und zu prüfen.

Sobald eine Steuernummer zugeteilt wurde, ist diese auf allen gestellten Rechnungen anzugeben. Bei einer internationalen Tätigkeit innerhalb der EU erhält der Gewerbetreibende hingegen ebenfalls eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer, die das Bundeszentralamt für Steuern vergibt, sofern sie beantragt wird. Auf diese Weise werden auch im europäischen Ausland eine eindeutige Zuweisung ermöglicht und Abläufe vereinfacht. Die USt-ID kann alternativ zu der Steuernummer auf Rechnungen angegeben werden.

Wichtige Hinweise für Selbstständige

Das Bundesfinanzamt verlangt, dass private und geschäftliche Finanzen klar getrennt werden. Dies erleichtert einen schnellen Überblick über alle Einnahmen, Ausgaben und Umsätze. Auch führt dies zu weniger Nachfragen und Klärungsbedarf. Banken verweisen Inhaber eines kostenlosen Girokontos für den privaten Gebrauch auf die Nutzung eines Geschäftskontos, für dessen Nutzung ein Entgelt zu zahlen ist. Dies bedeutet, dass Existenzgründer sich im besten Fall schon vor der Aufnahme ihrer Tätigkeit ein Geschäftskonto zulegen. Auf diese Weise können die Finanzen von Anfang an strikt auseinandergehalten werden, was letztlich auch dem Selbstständigen erhebliche Arbeit erspart.

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