Rechnungswesen erklärt: Ausgaben, Aufwand, Kosten

Dienstag, 14. Juli 2020 | 0 Kommentare

Das betriebliche Rechnungswesen spielt eine entscheidende Rolle bei der Steuerung des Unternehmenserfolgs. Daher sollte jeder Unternehmer die Grundbegriffe des Rechnungswesens kennen, verstehen und voneinander abgrenzen können. Nachdem wir bereits „Einnahme“, „Ertrag“ und „Leistung“ betrachtet haben, geht es heute um die Pendants „Ausgaben“, „Aufwand“ und „Kosten“.

 

Ausgaben

Der Begriff „Ausgaben“ ist für so manchen erstaunlich weit gefasst. Das Einfachste daher zuerst: Ausgaben sind das Gegenstück zu Einnahmen.
Darüber hinaus ist unter einer Ausgabe im Rechnungswesen der Abfluss von Zahlungsmitteln und/oder das Eingehen von Zahlungsverpflichtungen zu verstehen. Sie führt immer zu einer Verringerung des Geldvermögens.
Ausgaben entstehen im Zusammenhang mit Auszahlungen, zum Beispiel beim direkten Erwerb von Waren, oder wenn beim Kauf von Waren oder Dienstleistungen eine Verbindlichkeit eingegangen wird. Außerdem kommt es zu einer Ausgabe, wenn Forderungen reduziert werden.

Aufwand

Aufwand bezeichnet die Leistungen beziehungsweise den Werteverzehr, den ein Unternehmen für eine Leistung oder generell einen Nutzen erbringen muss.
In der Finanzbuchhaltung wird der Aufwand im Zusammenhang mit dem Nettovermögen betrachtet. Er besteht aus der Summe sämtlicher Aufwendungen, die das Geldvermögen und das Sachvermögen eines Unternehmens mindern. Die Aufwendungen und die Erträge, die ihnen gegenüberstehen, werden dann in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, wobei nach dem Aufwand der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit sowie dem außerordentlichen Aufwand differenziert wird.
In der Kosten- und Leistungsrechnung wird zwischen dem betriebsbedingten Aufwand und dem neutralen Aufwand unterschieden. Ersterer umfasst den Betriebsaufwand, wozu zum Beispiel Personal- und Materialaufwand zählen. Der neutrale Aufwand beinhaltet die Aufwendungen, die nicht in unmittelbarem Zusammenhang mit den betrieblichen Leistungen stehen. Ein Beispiel sind Reparaturen.

Kosten

„Kosten“ sind ein weites Feld. Was genau unter ihnen zu verstehen ist, variiert von Fachgebiet zu Fachgebiet. Aus betriebswirtschaftlicher Perspektive sind Kosten der ordentliche, betrieblich bedingte, bewertete Verzehr von Gütern und Dienstleistungen beziehungsweise der Werteinsatz von Gütern und Dienstleistungen, der erforderlich ist, um betriebliche Leistungen – das Pendant zu Kosten – zu „erstellen“. Dabei kann es sich sowohl um materielle Güter wie Material, als auch um immaterielle Werte wie Patente handeln.
In der Kostenrechnung gibt es eine Reihe von Kostenbegriffspaaren. Dazu zählen sprungfixe und fixe Kosten, variable Kosten und Mischkosten, Einzelkosten und Gemeinkosten, Vollkosten und Teilkosten sowie Betriebskosten und Wartungskosten bei Maschinen und Anlagen – um nur einige Beispiele zu nennen. Denn all diese zu erläutern, würde im Rahmen einer einfachen Erklärung von Grundbegriffen des Rechnungswesens „etwas“ weit führen. Wer sich dafür interessiert, findet viele Fachbücher zum Thema – und damit eine Alternative zur herkömmlichen Urlaubslektüre.

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