Amagno-Chef Jens Büscher im Interview

Mittwoch, 25. August 2021 | 0 Kommentare

Über GetMyInvoices können Anwender Rechnungen & Co. automatisch in das Enterprise-Content-Management-System Amagno importieren. Wir haben mit Jens Büscher, dem Gründer und CEO des Unternehmens, gesprochen.

Jens Büscher, Gründer und CEO von Amagno

Jens, seit 2010 sorgst Du mit einer innovativen Enterprise-Content-Management-Lösung
dafür, dass der Papierverbrauch von Unternehmen erheblich sinkt.
Wie bist Du auf die Idee gekommen, Amagno zu gründen?

Ich habe sieben Jahre im öffentlichen Dienst gearbeitet. Papier war der Gral der Arbeit, Räume über Räume waren voll mit Papier. Der PC: eine teure Schreibmaschine. Alles wurde ausgedruckt oder kopiert, insbesondere was auf den Schreibtischen ankam. Jeder Mitarbeiter kopierte jeden Vorgang für seine Akten. Trotzdem wusste niemand, wo sich ein Vorgang gerade befand und wohin dieser musste. Bei Personalausfall stand der Prozess. Das Wiederfinden von Informationen ist so natürlich kaum möglich. Ich schaute mich um, welche Lösungen es dazu digital auf dem Markt gab. Viele, aber viel zu technisch und für die Mitarbeiter in Büros kaum bedienbar. Das wollte ich mit Amagno ändern. Mit Amagno wollen wir den Arbeitsalltag der Menschen verbessern, sodass sie wieder Zeit finden, sich ihren Kernaufgaben zu widmen.

Welche Ziele verfolgt Amagno damit?

Klarheit. Mitarbeiter nehmen Amagno eigenständig innerhalb weniger Minuten in Betrieb, finden alles wieder und arbeiten rechtssicher. Alle Vorgänge sind transparent. Amagno macht das Unternehmen im Rahmen der Rechte der Anwender zu einem offenen Buch, da die integrierte Volltextsuche in Sekunden alles wiederfindet. Durch die namensgebende „Magnetisierung“ liest Amagno Daten von Belegen ein, sodass das Abtippen von Informationen kaum mehr anfällt. Gleichzeitig erhält das Unternehmen eine höhere Rechtssicherheit als durch analoge Arbeit und wird nachhaltiger.

Was unterscheidet Amagno von anderen ECM-Anbietern und
wie vereinfacht Eure 
Digital-Workplace-Lösung den Unternehmensalltag?

Im Grunde sind alle ECM-Anbieter funktionell ähnlich und der Markt ist ausreichend groß, damit jedes Unternehmen seinen favorisierten Anbieter finden kann. Unser Fokus lässt sich mit drei Aspekten beschreiben: überall, sofort, nachhaltig.
„Überall“ meint: Der Arbeitsplatz ist überall – auf jedem Gerät und zu jeder Zeit. Unter „Sofort“ verstehen wir: Wir befinden uns in einer neuen Millennials-Generation, Anwender sowie auch Entscheider. Jeder will seine Lösung sofort aus einem Shop laden und in Betrieb nehmen. Da muss es einfach in Minuten überzeugen. Genau darauf konzentrieren wir uns. Mit „Nachhaltig“ meinen wir sowohl die ökologische als auch die ökonomische Nachhaltigkeit.

Inwiefern reduziert sich dadurch der CO2-Abdruck von Unternehmen?

Den Blick nur auf das eingesparte Papier zu richten, wäre zu kurz gedacht – obwohl das allein schon eine Menge ausmacht, denn die Herstellung von Papier verbraucht unglaublich viele Holz-, Wasser- und Energieressourcen. Eine kürzlich veröffentlichte Studie des Digitalverbandes Bitkom zeigte, dass die Digitalisierung einen entscheidenden Hebel für den Klimaschutz darstellt. Kollaborative Digitallösungen & Cloud-Sharing-Plattformen reduzieren 15 bis 17 Prozent der Verkehrs- und Primärenergieemissionen im Businesskontext. Kommen dabei weniger Papier, Toner und weitere kostbare Ressourcen zum Einsatz, wirkt sich das positiv auf den CO2-Fußabdruck der Unternehmen aus – und ganz automatisch auf ihre Finanzen.

Investiert Ihr auch auf andere Weise in Umweltschutzmaßnahmen?
Wenn ja, in welche?

Amagno besitzt ein Green Team, das sich mit hohem persönlichem Engagement den grünen Themen widmet. Dadurch haben wir schon viel erreicht. Neben diversen Kleinigkeiten kompensieren wir unsere notwendigen Dienstreisen, die sich seit Corona stark reduziert haben. Auch in Zukunft versuchen wir, nur dann zu reisen, wenn es wirklich nötig ist und dann umweltfreundliche Beförderungsmittel zu wählen. Außerdem spenden wir jedes Jahr für alle digital abgelegten Dokumente in der Amagno Business Cloud das CO2-Äquivalent an CO2-kompensierende Projekte. Ebenso versuchen wir bei allen Anschaffungen, z. B. durch gebrauchte Hardware oder grüne Rechenzentren bis hin zum Grünstrom auf Nachhaltigkeit zu setzen. Unser Green Team ist zu unserer persönlichen Umweltpolizei geworden, die immer mit tollen Impulsen und wertvollen Tipps bereitsteht. Ich denke, wenn wir weiterhin unser nachhaltiges Bewusstsein schärfen und auch in Zukunft umweltbewusst und nachhaltig handeln, können wir noch vieles erreichen.

Amagno zählt mit zu den am schnellsten wachsenden Digitalunternehmen in Deutschland. Was verbirgt sich hinter Eurem Erfolgskonzept?

Ein wesentlicher Erfolgsfaktor ist unser One-Stop-Shop-Konzept. Amagno entwickelt fast alles selbst und die Anwender erhalten bereits zum Start alle Funktionen. Wir verzichten auf ein Modulchaos und berechnen auch nicht Seitenpreise für jedes gescannte Blatt. Das Preismodell ist sehr einfach. Der Kunde ist unabhängig von uns und braucht keine externe Hilfe.

Warum habt Ihr auf die Cloud gesetzt und
welche Erfahrungen habt Ihr damit gesammelt?

Wir leben in einer neuen Entscheider- und Mitarbeiterwelt. Ich möchte auch bei uns eine Lösung sofort einsetzen und damit ein Problem lösen. Dies soll mit Schnittstellen sehr schnell an andere Systeme anbindbar sein. Ich habe kein Interesse an monatelangen Dienstleistungen und teuren externen Beratern. Die Cloud, zusammen mit dem passenden Produkt, gibt das her. Dazu können wir den Anwendern Verbesserungen sehr schnell zugänglich machen. Die Erfahrungen sind sehr gut. Oft hemmt die Diskussion über die Sicherheit, aber auch eine schlechte Breitbandverbindung das Thema. Zudem dürfen wir uns beim Thema Sicherheit nichts vormachen: Jeder Server, der von außen erreichbar ist, wird angegriffen. Hier hat die Cloud bei den großen Playern Vorteile, z. B. bei Microsoft, die jedes Jahr Millionen und Tausende Spezialisten in Sicherheit investieren.

Im Oktober findet mit Euer nächstes großes Online-Event statt.
Kannst Du schon mal einen Ausblick auf einige Programmhighlights geben?

Wir präsentierten Trends, Perspektiven und neue Schnittstellen. Dieses Jahr wird es ein öffentliches Online-Event. Wir haben Lars Thomsen für unsere Keynote zum Thema „Zukunft der Arbeitswelt“ als Keynotespeaker eingeladen. Dazu gibt es wieder viele interessante Themen und Inspirationen, wie man Amagno nutzt, um erfolgreich die digitale Zukunft zu gestalten. Außerdem werden wir die nächste Generation unserer Software als Multiplattform-App präsentieren. Das Projekt ist eine meiner Leidenschaften und ich bin sehr gespannt auf das Feedback der Teilnehmer.

Was sind Eure weiteren Pläne für die Zukunft?

Der Fokus für uns ist klar, hat aber viele Meilensteine: Amagno soll eine der führenden ECM-Cloudplattformen mit hohem Self-Service-Anteil werden. Die Zukunft liegt dabei auf Automatisierung und digitalen Geschäftsprozesse mit beliebigen Personen. ECM muss raus aus dem Unternehmen, denn Geschäftsprozesse sind typischerweise unternehmensübergreifend. Das ist unser Ziel.

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