Welches Shopsystem ist das beste im E-Commerce?

Mittwoch, 8. Februar 2023 | 0 Kommentare

Welches Shopsystem ist das beste im E-Commerce?

Die Filiale im Internet ist rund um die Uhr geöffnet. Für Influencer, kleinere Unternehmen und Start-ups bieten sich mit einem Onlineshop immer noch hervorragende Umsatzchancen. Die große Frage lautet nur: Welche Shopsoftware ist die beste im E-Commerce?

Inhaltsverzeichnis:

  1. Arten von Onlineshops
  2. Vor- und Nachteile der Shopsysteme
  3. Diese Funktionen sollte ein Shopsystem besitzen
  4. Wann ist externe Unterstützung sinnvoll?

 

Häufige Fragen zur Auswahl von Shopsystemen

Welche Shopsysteme sind populär?

Zu den besonders populären Shopsystemen für kleine und mittlere Unternehmen zählen: Shopify, Shopware, WooCommerce, IONOS und Strato.

Welche Alternativen zu Shopsystemen gibt es?

Eine Alternative zu einem eigenen Shopsystem kann die Nutzung eines Marktplatzes sein. Amazon, eBay oder auch Handelsplattformen wie Otto ermöglichen es Handelsunternehmen, dort zu agieren und zu verkaufen.

Was ist bei Verträgen zu beachten?

Neben der Einhaltung der Compliance (DSGVO) und Kündigungsfristen gilt es besonders auf die Gebühren zu achten und diese genau zu kalkulieren. Gibt es lediglich eine Monatspauschale? Oder sind prozentuale Anteile am Umsatz zu bezahlen? Wie wirkt sich das auf die Marge aus? Am Ende soll sich der Shop auch lohnen.

 

Lang wäre eine Liste aller Shoplösungen, zwischen denen Unternehmen wählen können. Und vermutlich wäre die Liste auch noch nach stundenlanger Arbeit nicht vollständig. Fachzeitschriften vergleichen zwar regelmäßig Shopsysteme miteinander. Aber um daraus für das eigene Projekt einen Gewinn zu ziehen, sollte bereits eine grundlegende Entscheidung für eine bestimmte Art von Shop gefallen sein.


Welche Arten von Onlineshops gibt es?

Shopsysteme unterscheiden sich nicht allein in ihren Funktionen voneinander, sondern auch von der Art, sie zu betreiben. Hier gibt es:

  • Plug-in-Lösungen: Für bekannte und verbreitete Content-Management-Systeme gibt es eine ganze Reihe von Erweiterungen, die sich in das Kernsystem einklinken lassen. Sie erweitern also die Möglichkeiten der Website um die Funktionalität eines Shops. Ein bekanntes Beispiel ist WooCommerce, das für das verbreitete WordPress entwickelt wurde.
  • SaaS-Lösungen: Das Kürzel steht für „Software as a Service“ und meint einen Dienst (in diesem Fall einen Shop), der nicht auf der eigenen Infrastruktur läuft. Solche Mietshops bieten viele Provider, aber auch anderen Firmen als eigenständige Lösung an. Ein Beispiel für eine
    SaaS-Lösung ist Shopify. Für die Nutzung wird, je nach Anbieter, eine monatliche Gebühr fällig, die sich oft auch am Umsatz orientiert.
  • On-Prem-Lösungen: Unter „on premises“ versteht die IT Systeme, die innerhalb des eigenen Rechenzentrums betrieben werden und damit auch auf eigener Hardware laufen.

Unter allen Optionen bieten On-Prem-Lösungen die größte gestalterische Freiheit. Das betrifft Optik und Funktionalität gleichermaßen. Entsprechendes Know-how vorausgesetzt, lässt sich damit ein völlig individueller Shop gestalten, dessen Prozesse perfekt zum eigenen Unternehmen passen. Allerdings kostet die Entwicklung auch Zeit, Ressourcen und damit Geld.

Je höher die Anzahl der Bestellungen und je höher die Komplexität der Prozesse, desto eher sollte eine On-Prem-Lösung in Betracht gezogen werden.


Welche Vor- und Nachteile haben die Shopsysteme?

Der größte Vorteil von On-Prem-Lösungen ist ohne Zweifel die größere Flexibilität gegenüber allen anderen Ansätzen. Das ist aber auch zugleich der größte Nachteil. Denn es müssen die notwendigen Voraussetzungen für den Betrieb geschaffen werden, also ein passend dimensionierter Server mit Internetanbindung vorhanden sein. Außerdem liegen alle Entwicklungsprozesse (optische Gestaltung, Funktionsanpassung, Anbindung an Zahlungssysteme, Aktualisierungen, Datensicherung usw.) beim Handelsunternehmen selbst. On-prem (heute vorzugsweise auf Cloud-Servern installiert) ist somit etwas für Firmen mit einem entsprechenden Budget und einer großen Artikelanzahl.

Der Vorteil einer Plug-in-Lösung ist, dass diese in der Regel perfekt zum CMS passt. Der Shop fügt sich optisch in den bestehenden Internetauftritt ein und auch die Bedienung im Backend ist vertraut. Ein Plug-in „erbt“ allerdings auch alle Probleme von zugrundeliegenden CMS, also etwa Sicherheitslücken. Bei vielen Bestellungen und Produkten kann es sich auch negativ auf die Leistung auswirken, dass hier die gleiche Datenbank genutzt wird.

Ein guter Kompromiss zwischen beiden Welten sind die „Mietshops“, also SaaS-Lösungen. Die Infrastruktur ist bereits vorhanden, auch zahlreiche benötigte Funktionen stehen unmittelbar bereit. Zudem bemühen sich die Anbieterfirmen darum, die Bedienung und Gestaltung der Shops durch Editoren und Drag & Drop zu erleichtern. Hinsichtlich der Gestaltung sind aber eben nicht alle Ideen oder Vorgaben aus dem bereits vorhandenen Internetauftritt so ohne Weiteres übertragbar.

Der Shop benötigt Schnittstellen zu anderen Systemen respektive muss mit externen Systemen kommunizieren.


Welche Funktionen sollte ein Shopsystem besitzen?

Welche Funktionen in welcher Tiefe der neue Onlineshop besitzen soll, hängt u. a. von der eigenen Erfahrung und der Zahl der bestellenden Personen und angebotenen Produkte ab. Allerdings gibt es eine Reihe von Funktionen, auf die gerade Unternehmen achten sollten, die erstmals in den E-Commerce einsteigen:

DVDs auf Amazon verkaufen

  • Konformität zur DSGVO: Die personenbezogenen Daten der Kundschaft sollten gemäß den Vorgaben der DSGVO verarbeitet und geschützt sein. Häufig bestätigen Anbieterunternehmen dies durch die Vorlage eines Zertifikats.
  • SSL-Verbindungen: Die Verbindungen zum Shop sollten verschlüsselt und abgesichert sein. Erkennbar am Schlosssymbol in der Adressleiste des Browsers.

Payment und Abrechnung

  • Verschiedene Bezahlarten: Am Ende der Bestellung wollen die Bestellenden natürlich auch bezahlen. Gegen eine offene Rechnung zu versenden, birgt ein hohes Ausfallrisiko. Deswegen sollte der Shop bereits eine Reihe von gängigen Bezahlarten mitbringen, die sich am besten leicht aktivieren lassen. Mit PayPal, Klarna, Amazon Pay oder auch Stripe können Ratenkauf, Kreditkartenzahlungen und Überweisungen abgewickelt werden. Das ist schon einmal ein guter Grundstock zu Beginn.
  • Buchhaltungsfunktionen: Das Shopsystem sollte Rechnungen generieren können und dabei auch Mehrwertsteuersätze für verschiedene Regionen bieten. Zudem sollten die Daten auch schnell in Buchhaltungsprogramme zu übernehmen sein.

Versand und Kundenverwaltung

  • Physische Waren müssen die Kundschaft erreichen. Somit sollte der Shop auch bereits Schnittstellen zu Versanddiensten wie DHL oder UPS enthalten, um die Beauftragung veranlassen zu können und auch Etiketten anzulegen. Zudem werden so der Bestellenden auch korrekte Versandkosten angezeigt und können berechnet werden.
  • Die Kundschaft sollte sich ein Konto anlegen können, um so ihre eigene Bestellhistorie ansehen zu können oder auch Wunschlisten zu pflegen. Auch das Hinterlegen von Stammdaten erleichtert Folgebestellungen. Zudem können die Daten vom Shopanbieter auch für das Marketing verwendet werden.

Angebotspflege

  • Einfache Artikelerfassung: Die Pflege des Warenbestands mit Stückzahlen, Foto und Beschreibung sollte möglichst intuitiv laufen. Auch die Hinterlegung von EAN oder GTIN ist sinnvoll, falls der Shop später in Preisvergleichsportalen auftauchen sollte.
  • Warenwirtschaft: Sofern keine eigene Warenwirtschaft genutzt wird, muss der Shop wenigstens die angelegten Mengen verwalten können, um Angebote auch automatisch zu deaktivieren, damit die Kundschaft diese nicht bestellen kann, obwohl der Shop gar nicht lieferfähig ist.
  • Massenimport: Geht es um eine größere Anzahl von Artikeln, ist eine Importfunktion sinnvoll, um unter anderem die Daten von Herstellern einlesen zu können.

Gestaltung

  • Mobile ist ein Muss: Der Shop muss heute einfach auch auf mobilen Geräten ansprechend aussehen und sich gut nutzen lassen. Alles andere ist nicht mehr sinnvoll.
  • Einfacher Editor: Bei der optischen Gestaltung der Shopseiten ist es nützlich, wenn dies mit einem leicht bedienbaren Editor geschieht, der keine Programmierkenntnisse erfordert. Im Idealfall erlaubt er es erfahrenen Personen aber, direkt am Code zu arbeiten.

Statistik und Marketing

  • Erfolgsmessung: Umsatz, Zahl der Bestellungen, gut laufende Produkte – ein Shop produziert eine Reihe von Indikatoren, mit denen sich der Erfolg bestimmen lässt. Diese Zahlen laufen am besten in einem übersichtlichen Dashboard zusammen.
  • SEO, Sonderverkauf, Marketingaktionen: Der Shop soll neue Kundschaft gewinnen und eine bereits vorhandene Basis am besten ausschöpfen. Deswegen gehören zum Funktionssatz einerseits Möglichkeiten für die Suchmaschinenoptimierung, und andererseits Funktionen, die eine gezielte Ansprache von bestehenden Kunden erlauben, etwa durch Newsletter oder das Ausstellen von Gutscheinen.

Das sind alles nur erste Hinweise. Was genau gewünscht wird und ob das ausreicht, hängt von den eigenen Vorstellungen und Zielen ab. So ist die Mehrsprachigkeit kein Muss per se, aber dann nötig, wenn klar ist, dass in mehreren Zielregionen verkauft werden soll.


Wann ist externe Unterstützung sinnvoll?

Selbstständige und kleinere Unternehmen können mit einem SaaS-Shop oder einem Plug-in für das vorhandene CMS schnell in die Welt des E-Commerce einsteigen. Dennoch kann es für Sie sinnvoll sein, sich Unterstützung durch externe Spezialisten zu suchen. Wenn in verschiedenen Ländern verkauft werden soll oder die Artikelanzahl nur noch unter großem manuellem Aufwand abzuwickeln sind, ist es empfehlenswert, mit Agenturen zusammenzuarbeiten. Denn nur so kann eine Skalierung geschaffen werden.

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