Korrekte Rechnung: Welche Angaben muss eine Rechnung enthalten?

Mittwoch, 11. Juni 2014 | 0 Kommentare

Wenn Sie als Existenzgründer/in zum ersten Mal eine Rechnung ausstellen, ist es wichtig zu wissen, welche Angaben diese enthalten muss. Dabei ist zu beachten, dass auch eine Gutschrift die der Leistungsempfänger ausstellt als Rechnung anzusehen ist.

Seit 2013 ist diese, die die Rechnung ersetzt, mit dem Begriff „Gutschrift“ zu versehen. Damit Sie gleich zu Beginn auch alles richtig machen und Ihre Buchhaltung von Anfang an ordnungsgemäß geführt wird, folgt eine komprimierte Aufzählung mit Angaben die Sie berücksichtigen müssen. Die korrekt erstellte Rechnung für eine fehlerlose Buchhaltung!

Was in der erstellten Forderung enthalten sein muss, ist in § 14 Abs. 4 in Verbindung mit § 14 Abs. 5 UStG geregelt.

Diese Ausführungen beziehen sich auf die Pflichtangaben und kommen immer dann zum Tragen, wenn Sie an andere Unternehmen oder juristische Personen eine Leistung erbringen. Unerheblich ist hierbei, ob es sich um die Erbringung einer umsatzsteuerpflichtigen oder um eine umsatzsteuerfreie Leistung handelt. In diesem Fall sind Sie verpflichtet, innerhalb eines Zeitraumes von 6 Monaten die Rechnung zu stellen.

Natürlich muss sie den vollständigen Namen sowie die komplette Anschrift Ihres Betriebes enthalten, ebenso Ihre Steuernummer, beziehungsweise Ihre Umsatzsteuer-Identifikationsnummer.

Neben dem kompletten Namen und der Anschrift Ihres Kunden, ist auch das Ausstellungsdatum anzugeben.

Die Nummer der Rechnung stellt sicher, dass diese ausgestellte Forderung einzig ist. Ebenfalls müssen Sie die so genannte „handelsübliche“ Warenbezeichnung, sowie die Menge der verkauften Produkte, beziehungsweise den Umfang und die Art Ihrer Dienstleistung, aufführen.

Vergessen Sie bitte auch nicht, den Lieferungszeitpunkt des Erzeugnisses oder der Dienstleistung anzugeben, auch dann wenn er mit dem Datum der Forderung identisch ist.

Nun weisen Sie den Preis ohne Umsatzsteuer aus. Sollte dies vereinbart sein auch die Minderung des Entgelts. Der anzuwendende Steuersatz sowie die auf den Betrag entfallende Umsatzsteuer oder gegebenenfalls einen Hinweis auf die Steuerbefreiung müssen Sie ebenfalls aufführen.

Weitere Punkte, die Sie auch im Hinblick auf die korrekte Buchhaltung, beachten müssen

Sollten Sie als Unternehmer oder Unternehmerin eine Werklieferung oder eine Leistung im Zusammenhang mit einem Grundstück erbringen, muss auf der Rechnung an den Kunden – zusätzlich zu den Pflichtangaben – der Hinweis auf die Aufbewahrungspflicht enthalten sein. Die allgemeine Information, dass die Forderung zwei Jahre aufbewahrt werden muss, ist hierbei ausreichend.

Wenn Sie Rechnungen ausstellen, deren Gesamtbetrag unter 150 Euro brutto liegt, auch „Kleinbetragsrechnungen“ genannt, gelten vereinfachte Vorschriften bei denen folgende Angaben ausreichen:

  • Der vollständige Name und die Anschrift Ihres Unternehmens
  • Datum der Rechnungserstellung
  • Die Menge und die Art der gelieferten Produkte
    oder die Art sowie den Umfang Ihrer sonstigen Leistung
  • der Betrag und der Steuersatz für die Lieferung oder Ihre Dienstleistung in einer Summe, sowie der Steuersatz.

Im Falle der Steuerbefreiung muss die Rechnung darüber hinaus einen Hinweis enthalten, dass für diese Lieferung oder die Dienstleistung die Steuerbefreiung gilt.

Nicht zuletzt für die Erstellung Ihrer Buchhaltung ist zu beachten, dass diese Kleinbetragsrechnungen nicht im Rahmen der so genannten „Versandhandelsregelungen“, gemäß § 3 UStG, gelten. Auch bei „innergemeinschaftlichen Lieferungen“ (§ 6 a UStG), sowie bei der Steuerschulden des Empfängers einer Leistung nach § 13 b UStG, können diese nicht angewandt werden.

Wenn Sie diese Regelungen auch hinsichtlich Ihrer Buchhaltung beachten, sind Sie immer auf der sicheren Seite!

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