So verkaufen Sie Ihre Produkte auf Amazon Marketplace

Montag, 14. November 2022 | 0 Kommentare

So verkaufen Sie Ihre Produkte auf Amazon Marketplace

Produkte auf Amazon zu verkaufen, kann profitabel sein. Allerdings unterscheidet sich der Amazon Marketplace vom herkömmlichen Einzelhandel. Lesen Sie hier, wie Sie Ihren Amazon-Shop eröffnen und was Sie beachten müssen – inkl. Schritt-für-Schritt-Anleitung.

Inhaltsverzeichnis:

  1. Produktwahl
  2. Gebühren
  3. Verkäuferkonto erstellen: Voraussetzungen
  4. Rechtliche Grundlagen
  5. Verkäuferkonto erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung
  6. Fazit

 

Fragen und Antworten zum Thema Produkte auf Amazon verkaufen:

Wie viel kostet es, auf Amazon Produkte zu verkaufen?

Amazon erhebt für jeden verkauften Artikel eine Vermittlungsgebühr zwischen 8 und 15 Prozent. Die Rate ändert sich je nach Produktkategorie. Zusätzlich bezahlen Sie je nach gewählten Verkäufer-Account eine Grundgebühr von 0,99 Euro oder 39 Euro pro Monat.

Benötige ich als Verkäufer auf Amazon einen Gewerbeschein?

Verkaufen Sie auf Amazon nur ab und an als Privatperson, beispielsweise gebrauchte Bücher, benötigen Sie keinen Gewerbeschein. Verfolgen Sie allerdings eine Gewinnerzielungsabsicht, müssen Sie ein Gewerbe anmelden.

Welche Produkte verkaufen sich gut auf Amazon?

Diese Produkte verkaufen sich sehr gut auf Amazon:

  • Spielsachen und Spiele
  • Elektronik
  • Videospiele
  • Bücher
  • Kleidung und Schuhe
  • Schmuck

Wie eröffne ich ein Amazon Verkäuferkonto?

Um einen Amazon Verkäufer-Account zu eröffnen, benötigen Sie auf jeden Fall:

  • Eine belastbare Kreditkarte
  • Gültigen Reisepass oder Ausweis
  • Telefonnummer
  • Bankkonto
  • Kontaktdaten einer Kontaktperson
  • Angaben zur Firmenregistrierung, falls Sie gewerblich handeln

 

Angesichts steigender Energie- und Mietkosten werden die Kosten eines physischen Geschäfts gerade für kleine Unternehmen zur Belastung. E-Commerce-Marktplätze wie Amazon können Gründern helfen, Kosten zu senken und gleichzeitig neue Vertriebskanäle zu erschließen. Denn schließlich sind über 94 Prozent der Online-Shopper in Deutschland Kunden bei Amazon. Ein Drittel davon kauft sogar mindestens die Hälfte ihrer Einkäufe beim Online-Giganten. Doch ist es wirklich so einfach, einen Verkäufer-Account zu erstellen? Welche rechtlichen Vorschriften müssen Sie beachten? Und lohnt sich der Verkauf von Produkten über Amazon unter dem Strich wirklich?


Die Wahl der richtigen Produkte auf Amazon Marketplace

Bereits vor dem eigentlichen Startschuss sollten Sie sich für ein Produkt entscheiden, das Sie auf Amazon verkaufen möchten. Das mag zunächst einfach klingen, doch Amazon bietet 20 Produktkategorien an. Zehn weitere kommen dazu, sobald Sie sich als professioneller Verkäufer registrieren. Für letztere benötigen Sie eine Freigabe von Amazon. Die Genehmigung können Sie direkt im Amazon Seller Central beantragen.

Wählen Sie auf jeden Fall Produkte, die nicht an eine Saison oder einen derzeitigen Trend gebunden sind. Stattdessen sollte Ihr Angebot langfristig auf Interesse stoßen und so nachhaltigen Umsatz generieren.

Ein Blick auf bereits vorhandene und beliebte Kategorien lohnt sich. Dazu zählen zum Beispiel: Technik, Games, Uhren, Bücher und Spielzeug.

In jeder Kategorie gibt es sogenannte „Bestseller”, die als solche gekennzeichnet sind. Anhand dieser Favoriten können Sie erkennen, was Ihre anvisierte Zielgruppe gerne erwirbt und auf welche Merkmale sie besonderen Wert legt.

Praxis-Tipp:
Ihr Produkt sollte weder zu teuer noch zu günstig sein. Wie Sie den optimalen Verkaufspreis berechnen, erfahren Sie in unserem Ratgeber „Marge einfach erklärt: So berechnen Sie den richtigen Verkaufspreis”.

Merch by Amazon: Auf Amazon T-Shirts verkaufen

Merch by Amazon ist ein von Amazon selbst angebotener Druckdienst für T-Shirts, Sweatshirts und Co. Händler und Designer können ihre eigenen Designs hochladen und direkt über Amazon verkaufen. Das MBA ist ein Print on Demand Service. Dabei wird das entsprechend gekaufte Design erst auf das T-Shirt gedruckt, nachdem der Kunde eine Bestellung vorgenommen hat. Pro T-Shirt Verkauf erhalten Sie derzeit fünf Euro Provision. So können Sie beispielsweise Ihre eigenen T-Shirts designen und online über Amazon verkaufen, ohne diese selbst herstellen und verschicken zu müssen.

Bücher auf Amazon verkaufen

Ursprünglich startete Jeff Bezos Amazon als digitalen Buchladen und noch heute rentiert sich der Buchhandel über die Plattform: Laut Amzscout gehören Bücher zu den Top-Produktkategorien auf Amazon. Zudem hält der Online-Riese derzeit drei Viertel des eBook-Marktes und über 50 Prozent des Handels mit gedruckten Büchern, so Amzscout.

Zudem können Sie mit Amazon KDP (Amazon Kindle Direct Publishing) ganz nach dem Drop on Demand Prinzip unkompliziert ihre eigenen Bücher auf Amazon verkaufen: Sobald ein Kunde Ihr Buch bestellt, wird es von Amazon gedruckt (digital oder print) und verschickt.

DVDs auf Amazon verkaufen

Auch mit dem Verkauf von alten Filmen lässt sich schnell und problemlos ein wenig Geld verdienen. Ihre DVDs können Sie auf Amazon entweder selbst an Kunden schicken – oder Sie schicken alles zu Amazon und lassen es von dem Onlinehändler verschicken.


Auf Amazon Produkte verkaufen: Die Gebühren

Wenn Sie nun mit dem Verkauf Ihrer Produkte loslegen wollen, müssen Sie sich zunächst für einen Grundtarif entscheiden. Möchten Sie lediglich einen geringen Nebenverdienst erwirtschaften, ist der Tarif „Individuell” eine gute Wahl: Hier zahlen Sie 0,99 Euro für jeden verkauften Artikel. Möchten Sie gewerblich über Amazon verkaufen, können Sie den Tarif „Professionell” wählen, der Sie 39 Euro im Monat kostet. In diesem Tarif sind sogar weitere Features enthalten wie eine optimierte Übersicht über die Verkaufszahlen und die Möglichkeit, Werbung zu schalten.

Doch das ist leider noch nicht alles. Zu den beiden Tarifoptionen kommen noch weitere Gebühren hinzu:

  • Gebühren für den Verkauf: Die Verkaufsgebühren werden pro Artikel erhoben und entsprechen je nach Produktkategorie zwischen 8 Prozent und 15 Prozent des Verkaufspreises.
  • Gebühren für den eigenständigen Versand oder Gebühren für den Versand durch Amazon: Lassen Sie Ihre Produkte direkt von Amazon versenden, fallen Gebühren für die Lagerungen, den Versand und optional weitere Services laut den Amazon Versandkosten an.


Amazon Verkäuferkonto erstellen: Voraussetzungen

Ein Verkäuferkonto auf Amazon zu erstellen, ist zunächst nicht schwer. Laut dem Online-Händler benötigen Sie dafür nur:

  • Eine E-Mail-Adresse beziehungsweise ein Amazon-Kundenkonto
  • Eine Telefonnummer
  • Ein Geschäftskonto, um Ihre Einnahmen abzuwickeln
  • Eine Kreditkarte für die zu zahlenden Gebühren
  • Einen Reisepass oder Personalausweis, um Ihre Identität zu bestätigen

Besitzen Sie eine eigene Marke, müssen Sie zudem den Markenregistrierungsprozess durchlaufen.

Achtung:
Je nachdem, wie oft Sie über Amazon verkaufen und welche Gewinne Sie erwirtschaften, müssen Sie zudem noch rechtliche Grundlagen beachten. Möchten Sie auf Amazon nur ab und an ein gebrauchtes Buch oder Ihre gebrauchten DVDs verkaufen, handeln Sie als Privatverkäufer und benötigen noch keine Gewerbeanmeldung. Verkaufen Sie jedoch regelmäßig Produkte mit einer Gewinnerzielungsabsicht, müssen Sie dafür ein Gewerbe anmelden.

Auf Amazon verkaufen: Gewerbe und rechtliche Grundlagen

Um auf Amazon gewerblich zu verkaufen, müssen Sie zusätzlich die folgenden Schritte erfüllen:

  • Zunächst müssen Sie Ihr Gewerbe beim Gewerbeamt anmelden und gegebenenfalls eine Umsatzsteuer-Identifikationsnummer beantragen. Achtung: Ohne Gewerbe dürfen Sie auf Amazon nicht verkaufen! Können Sie keine Gewerbeanmeldung vorweisen, riskieren Sie hohe Bußgelder.
  • Importieren und Exportieren Sie Produkte außerhalb der EU, benötigen Sie zudem eine EORI-Nummer.
  • Erstellen Sie Ihre AGB als Amazon-Händler. Grundsätzlich sind die AGB keine Pflicht, aber sie schaffen Vertrauen. Zudem sollten Sie Angaben zum Widerrufsrecht machen, da dieses sonst automatisch zwölf Monate beträgt. Das Widerrufsrecht ist in den AGB neben Hinweisen zur Zahlungsmöglichkeit und Gewährleistung gut aufgehoben.
  • Binden Sie Ihr Impressum ein. Als Händler bei Amazon unterliegen Sie der Impressumspflicht.
  • Erstellen Sie eine Datenschutzerklärung nach den Richtlinien der DSGVO.

Zudem sollten Sie alle von Amazon bereitgestellten Auszahlungsberichte sammeln, um beim Finanzamt über alle Transaktionen Rechenschaft ablegen zu können. Bei Unsicherheiten können hier verschiedene Programme wie beispielsweise GetMyInvoices helfen, die die vorbereitende Buchhaltung vereinfachen. Das Tool holt Rechnungen automatisch ab und vergleicht diese sogar mit der entsprechenden Banktransaktion. So sparen Sie sich sowohl Zeit als auch lästigen Papierkram.


Amazon Verkäuferkonto erstellen: Schritt-für-Schritt-Anleitung

Haben Sie die obigen Schritte gut durchdacht, können Sie anschließend Ihren Verkäufer-Account erstellen.

  • Registrierung: Über den Button „Registrieren” auf der Amazon Homepage können Sie entweder Ihr bestehendes Amazon-Konto mit dem Verkäufer-Konto verknüpfen oder aber Sie legen ein neues Konto an. Anschließend wählen Sie den für Sie passenden Verkaufstarif aus und geben die oben erwähnten Informationen zur Bankverbindung, Kontaktperson und Co. an.
  • Produkte hinzufügen: Hier wählen Sie die entsprechende Produktkategorie für Ihr Angebot aus.
  • Angebotserstellung: Um Ihr Angebot erfolgreich zu verkaufen, benötigen Sie eine eindrucksvolle Produktseite. Diese enthält nicht nur Bilder und eine genaue Beschreibung, sondern auch eine Identifikationsnummer (EAN) und eine Artikelnummer (SKU).
Praxis-Tipp:
Laden Sie Bilder in einer hohen Auflösung hoch und erstellen Sie SEO-optimierte Produktbeschreibungen. Die passenden Keywords finden Sie zum Beispiel in den Titeln von erfolgreichen Produkten der Konkurrenz.

Fazit: Produkte auf Amazon verkaufen ist nicht schwer

Gründer und Kleinunternehmer finden über Amazon eine unkomplizierte Möglichkeit, Produkte online zu verkaufen oder den Bekanntheitsgrad Ihrer Marke zu steigern. Zudem können Kreative und Kleinunternehmer die Print-on-Demand Option nutzen, um Produkte mit geringen Vorlaufkosten auf Amazon zu verkaufen.

Doch auch wenn Amazon einer der profitabelsten Marktplätze ist: Beachten Sie immer die gesetzlichen Vorschriften für Gewerbetreibende und Unternehmer! Neben einem Gewerbeschein müssen Sie für Ihre Gewinnermittlung auch immer alle Einnahmen und Ausgaben inklusive der passenden Belege für Ihre Buchhaltung dokumentieren und DSGVO-konform archivieren.

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