Auf Amazon verkaufen wie ein Profi – diese Tipps verhelfen Dir zum Erfolg

Dienstag, 16. Februar 2021 | 0 Kommentare

Ein Viertel des gesamten Umsatzes, den der Online-Handel in Deutschland einbringt, wird von Amazon generiert. Der Online-Shop ist damit der größte des Landes. Auch für externe Seller wird die Möglichkeit eröffnet, über Amazon Produkte zu verkaufen und damit Einnahmen zu generieren. Wie dies funktioniert und wie Du als einer von 40.000 Unternehmern auf der Plattform Deinen Gewinn maximieren kannst, zeigen wir Dir im folgenden Artikel.

1. Die Wahl des richtigen Produkts

Noch vor der Anmeldung solltest Du Dich für ein Produkt entschieden haben, das Du auf Amazon anbieten möchtest. Wichtig ist hierbei, dass Dein Angebot nicht an eine Saison oder einen derzeitigen Trend gebunden ist, sondern langfristig auf Interesse stößt und Dir so Umsatz generieren kann. Hier lohnt sich der Blick auf bereits vorhandene und beliebte Kategorien auf der Plattform: Dazu zählen zum Beispiel Technik, Haushalt, Fitness, Tierbedarf und Spielzeug. In jeder Kategorie gibt es sogenannte „Bestseller“, sie als solche gekennzeichnet sind, weil sie besonders oft gekauft und gut bewertet werden. Anhand dieser Favoriten kannst Du erkennen, was Deine anvisierte Zielgruppe gerne erwirbt und auf welche Merkmale sie besonderen Wert legt.

Am besten entscheidest Du Dich für ein Produkt, zu dem Du bereits ein gewisses Vorwissen hast. Dies ermöglicht es Dir sowohl, Dein Produkt zu optimieren und Dich von der Masse der anderen Verkäufer abzuheben, als auch eine hervorragende Beschreibung zu erstellen, die oftmals das ausschlaggebende Kriterium für eine Kaufentscheidung ist. Das Produkt sollte weder zu teuer noch zu günstig sein. Sehr teure Produkte werden selten gewählt und besonders günstige Produkte erwecken den Eindruck, von minderer Qualität zu sein. Zudem sind hier die Gewinnmargen so niedrig, dass eine Vielzahl von Produkten verkauft werden müsste, um genügend Umsatz zu machen.

2. Die Anmeldung als Verkäufer bei Amazon

Als nächstes erfolgt die Anmeldung als Verkäufer. Hier gibt es verschiedene Tarife, die Du, abhängig von Deinem geplanten Verkaufsverhalten, wählen kannst. Möchtest Du Dir lediglich einen geringen Nebenverdienst erwirtschaften, ist der Tarif „Individuell“ eine gute Wahl: Hier zahlst Du Kosten von 0,99 Euro für jeden verkauften Artikel. Möchtest Du gewerblich verkaufen, kannst Du den Tarif „Professionell“ wählen, der als Flatrate-Option für 39 Euro im Monat kommt. Hier sind in den Kosten sogar weitere Features enthalten wie eine optimierte Übersicht über die Verkaufszahlen und die Möglichkeit, Werbung zu schalten.

Schließlich solltest Du alle von Amazon in Deinem Verkäuferkonto bereitgestellten Auszahlungsberichte sammeln, um notfalls über alle Transaktionen Rechenschaft ablegen zu können. Bei Unsicherheiten können hier verschiedene Programme, wie GetMyInvoices helfen, die die vorbereitende Buchhaltung vereinfachen. Rechnungen werden automatisch abholt und sogar mit der entsprechenden Banktransaktion abgeglichen. So sparst Du Dir sowohl Zeit als auch lästigen Papierkram.

3. Beachtung der Richtlinien von Amazon

Der Online-Gigant hat einen Ruf zu verlieren – daher achtet er genauestens auf die Einhaltung seiner Richtlinien durch seine Verkäufer. Geschieht dies nicht, kann es zu der Sperrung von Produkten oder sogar von ganzen Händler-Profilen kommen. Daher solltest Du Dich schon vor dem Beginn Deines Verkaufs mit den Regeln der Plattform vertraut machen.

À propos Regeln – der Algorithmus von Amazon entscheidet darüber, welche Produkte als erstes erscheinen und daher am häufigsten von Kunden bestellt werden. Wie genau dieser Algorithmus funktioniert, ist nicht bekannt. Allerdings können Dir hervorragende Bewertungen durch Kunden und eine hohe Verkaufszahl helfen, im Rahmen einer Suchanfrage an eine höhere Position zu gelangen.

4. Der internationale Marketplace

Amazon ist eine Verkaufsplattform, die mit ihrem Marketplace international tätig ist. Dabei bietet allein das nahe Umfeld genügend Möglichkeiten, ins Ausland zu expandieren und so die Reichweite Deiner Produkte zu vergrößern. Das Beherrschen einer oder mehrerer Fremdsprachen ist hier zweifelsfrei von Vorteil – allerdings kein Muss. Im sogenannten Pan EU-Programm übernimmt Amazon sowohl die Abwicklung als auch den Kundenservice. Etwaige Sprachbarrieren gehören damit der Vergangenheit an.

5. Der Kunde ist König

Amazon ist bekannt für seinen hervorragenden Kundenservice. Neben dem vielfältigen Angebot ist er einer der Hauptgründe, warum so viele Menschen dem Online-Shop ihr Vertrauen schenken. Daher achtet die Plattform genau darauf, möglichst selten Retouren oder schlechte Bewertungen zu erhalten. Gerade bei neuen Verkäufern, die oft noch Verbesserungspotenzial haben, können schlechte Bewertungen schnell unverzeihlich enden: Bei wiederholt negativen Quoten muss mit einer Aufforderung von Amazon gerechnet werden, diese zu verbessern. Geschieht dies nicht, kann es zu einer Sperrung des Kontos kommen.

Deshalb solltest Du gerade zu Beginn Deiner Tätigkeit auf eine einwandfreie Qualität Deiner Produkte achten. Auch ist es hilfreich, Deiner Ware einen kleinen Zettel beizulegen, auf dem Du bei Unzufriedenheit um die Kontaktaufnahme mit dem Kundenservice bittest, um das Problem aus der Welt zu schaffen. Der Gründer von Amazon Jeff Bezos rät hier, mit den Wünschen und Bedürfnissen des Kunden anzufangen und von dort aus rückwärts zu arbeiten, um ein Produkt anbieten zu können, das wirklich den Ansprüchen des Käufers gerecht wird.

Traust Du Dir selbst nicht ausreichend Kapazitäten zu, kannst Du auf „Fulfillment by Amazon“ (FBA) vertrauen: Diese Dienstleistung seitens Amazon bietet Dir eigene Lagerkapazitäten und auch der Versand und der Kundenservice wird von Amazon übernommen.

6. Schnell, schneller, Amazon

Die Zeiten, in denen eine Online-Bestellung mehrere Wochen auf sich warten lassen darf, sind längst vorbei. Amazon ist auch auf diesem Gebiet ein Vorreiter und hat nicht nur die Lieferung innerhalb von zwei Tagen, sondern sogar am nächsten oder am gleichen Tag zum Normalfall gemacht. Die Erwartungen der Kunden sind daher denkbar hoch und in Deinem Verkäuferkonto werden Bestellungen vermerkt, die zu spät losgeschickt oder geliefert wurden.

Lässt Du Deine Bestellungen über FBA abwickeln, musst Du Dir hier keine Gedanken machen, da die Ware mit dem Prime-Label zeitnah aus dem Lager von Amazon verschickt wird. Übernimmst Du den Versand selbst, kannst Du den Versanddienstleister zwar selbst wählen, musst aber mit einer Lieferzeit von zwei bis drei Tagen rechnen. Sofern es Dir gelingt, Deine Produkte durchgehend am gleichen Tag zu verschicken, kannst Du das Prime-Logo erhalten und so Deine Ware zukünftig mit den Versandmarken von Amazon senden.

7. Die Produktseite optimieren

Um Dein Produkt erfolgreich als Seller anzubieten, benötigst Du eine eindrucksvolle Produktseite. Diese enthält nicht nur Bilder und eine möglichst genaue Beschreibung, sondern auch eine Identifikationsnummer (EAN) und eine Artikelnummer (SKU). Deine Bilder sollten in einer hohen Auflösung abgebildet werden und der Text keine Grammatik- oder Rechtschreibfehler beinhalten, um ein seriöses Auftreten zu garantieren. Deine Beschreibung sollte weiterhin SEO-optimiert sein, also die Keywords enthalten, nach denen Käufer auf Amazon suchen. Diese Keywords findest Du zum Beispiel in den Titeln von erfolgreichen Produkten der Konkurrenz.

 

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